Date Night

Wenn man die Wochen der Klausurenphase fast ausschließlich in der Uni zum Lernen verbringt, kommt das Privatleben oftmals etwas zu kurz. Eben so ergeht es mir gerade, worunter nicht nur Freunde und Familie extrem gelitten haben, sondern auch mein Blog. Shame on me!

Trotz Lernstress habe ich beschlossen, dass man sich hier und da etwas gönnen muss. In meinem Fall: Fifty Shades of Grey am 11.02. um Mitternacht im Kino anzuschauen mit meiner Schwester. Schon beim Lesen des Buches haben wir ausgemacht, dass wenn dieser abgefahrene Stoff verfilmt wird, wir ihn uns DEFINITIV anschauen müssen. Gesagt, getan. Beide nicht wirklich Fan von dem Roman, hat uns aber trotzdem die Neugier überwältigt. Karten haben wir schon im Vorverkauf vor Monaten besorgt. Und nach der Szene im Trailer wo Ana meint „Dann klär mich auf“ war uns auch sowas von klar, dass wir den Film in OV schauen müssen. Schlimmste Wortwahl ever O.o! Mittwoch Abend dann zusammengefasst: wir kamen, wir sahen, wir lachten und haben schlussendlich ziemlich verstört das Kino wieder verlassen. Also hier eine kurze Review was ich so davon gehalten habe… Und Vorsicht: Spoiler Alert!

Erste wichtige Frage, die ich mir den ganzen Film über gestellt habe: Warum passiert das alles? Ana verliebt sich innerhalb der ersten fünf Minuten somehow unmenschlich in Mr. Grey (bestimmt wegen seiner inneren Werte, und nicht etwa weil er ultra hot ist), daraufhin haben sie durchgehend Sex, und in den letzten paar Minuten wird plötzlich ‚Schluss gemacht‘. Wirkte meiner Meinung nach alles ziemlich erzwungen, zumindest waren mir persönlich die Zusammenhänge zwischen den Handlungen nicht direkt klar. Wobei man dem Drehbuchautor nicht wirklich Vorwürfe machen kann. Eben dieses Problem hatte ich auch schon mit dem Buch. Dementsprechend hätte ich mir persönlich mehr dichterische Freiheit erhofft, aber wem das Buch gefallen hat, der kann sich freuen!

Zweite Frage: Ist Ana irgendwie unstraight ohne Ende? Sie repräsentiert ja doch eher die introvertierteren Leutchen unter uns. So habe ich das zumindest verstanden. Immerhin sprüht sie nicht gerade vor Selbstbewusstsein in Christians Gegenwart, ist mit 21 Jahren noch Jungfrau, aber lässt sich trotzdem easy going (ihre Anstandsbedenkzeit lasse ich jetzt mal unter den Tisch fallen) auf seinen doch eher speziellen Geschmack bezüglich Sex ein?! Ernsthaft? Call me crazy, aber ich weiß nicht ob ich da direkt am Start gewesen wäre. Viel eher hätte ich mir nach seiner Aussage von wegen „I don’t do romance, I fuck hard“, nur gedacht „Ja holla! Da hast du wieder ein Händchen für Männer bewiesen Raphaela. Kratz die Kurve!“. Aber da bin ich scheinbar ein Einzelfall…

Dritte Frage: Was war nur bei den Sexszenen los? First of all ist es irgendwie immer dasselbe gewesen, was ich persönlich etwas unclever fand. Im Buch wurden ja doch mehr Facetten an extravaganten Vorlieben präsentiert. Also wieso hat man nicht auch im Film für etwas Abwechslung gesorgt? Ich weiß es nicht… Aber davon mal abgesehen, war nur ich schockiert wie offenherzig das alles gestaltet war? Ich war schon etwas verwundert als man, nun ja, nahezu ALLES gesehen hat. So viel schonmal dazu. Aber am schlimmsten fand ich dieses unrealistische Bild, dass dem Zuschauer vermittelt wird. Ana stöhnt aus irgendeinem, mir unverständlichen Grund schon, wenn sie sich nur in die Augen schauen. Warum? Ich versteh es nicht… Ich versteh es bis jetzt nicht… Und ich habe die starke Befürchtung, dass es mir für immer ein Rätsel sein wird 😀 Was ich allerdings extrem positiv vermerken muss ist, dass sie nicht versucht haben ihre ‚innere Göttin‘ im Film umzusetzen. Ich konnte mich im Buch nie so wirklich damit identifizieren, und frage mich auch ob ich komisch bin. Hat man eine innere Göttin? Wo kommt die her? Was macht die? Hä? I don’t really get it… 😀

Alles in allem war es definitiv ein lustiger Abend! Wir mussten so oft einfach schallend loslachen und auch wenn es in meinen Augen kein gelungener Film ist, so sind die Darsteller immer noch hübsch zum Anschauen 😉

Love, Raphaela ❤

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